Die Schafgarbe (Achillea millefolium L. s. l.) gehört zu den bekanntesten Korbblütlern und ist seit Jahrtausenden eine geschätzte Arzneipflanze. Kraut und Blüten enthalten als wichtige Wirkstoffe ätherisches Öl, Gerbstoffe und Flavonoide, die in Form von Tees, Dragees und Tropfen bei Verdauungsbeschwerden, menstruationsbedingten Krämpfen sowie äußerlich zur Behandlung kleiner, oberflächlicher Wunden eingesetzt werden können.
Die bei uns heimische Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) ist sehr formenreich und kommt in rund einem Dutzend Kleinarten vor, deren Unterscheidung sehr schwierig ist und in der Literatur entsorechend unterschiedlich behandelt wird. Die meist 30 bis 60 Zentimeter hohe, ausdauernde Gemeine Schafgarbe wächst auf Fettwiesen, Äckern, an Wegrändern sowie auf Brachland und Schutt. Charakteristisch sind der kriechende Wurzelstock, die fein gefiederten Laubblätter und der scheindoldige Blütenstand mit weißen bis rötlichen Blüten.
Die Schafgarbe wirkt krampflösend, antibakteriell, gallentreibend, adstringierend. Sie enthält neben ätherischen Ölen Flavonoide (0,3 bis 1 %), Cumarine und Phenolcarbonsäuren (z.B. unterschiedliche Caffeoylchinasäuren) sowie Polyacetylene (Ponticaepoxid, Matricariaester) im Schafgarbenkraut.
In der Anwendung ist das kontaktallergene Potenzial der Pflanze zu beachten, bei bekannter Allergie gegenüber Korbblütlern sollte von der Pflanze Abstand gehalten werden.
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