Berlin im Blick: Die Perspektive der Heilpraktikerschaft in gesundheitspolitischen Diskussionen

29.06.2026 - Die vom BDH initiierte Gesamtkonferenz Deutscher Heilpraktikerverbände und Fachgesellschaften (GDHP) war in den vergangenen Wochen bei mehreren gesundheitspolitischen Veranstaltungen vertreten. Ziel war es, aktuelle Entwicklungen im Gesundheitswesen zu verfolgen, Kontakte zu politischen Entscheidungsträgern zu pflegen und die Perspektive der Heilpraktikerschaft einzubringen. Elvira Bierbach, gesundheitspolitische Referentin und Beirätin des BDH, Sprecherin der Gesamtkonferenz Deutscher Heilpraktikerverbände & Fachgesellschaften (GDHP), hat die Ereignisse zusammengefasst.

Gesundheitsministerin Nina Warken spricht auf dem Hauptstadtkogress © WISO

Im Mittelpunkt vieler Veranstaltungen standen die geplanten Reformen der gesetzlichen Krankenversicherung und das Beitragssatzstabilisierungsgesetz des Bundesgesundheitsministeriums. Für die GDHP nahm Elvira Bierbach aus dem Sprecherteam unter anderem an Veranstaltungen von Simone Borchardt MdB (gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion), Stefan Schwartze MdB (Patientenbeauftragter der Bundesregierung und Mitglied des Gesundheitsausschusses für die SPD-Fraktion) sowie Dr. Janosch Dahmen MdB (gesundheitspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen) teil.

Obwohl der Heilpraktikerberuf nicht Gegenstand dieser Formate war, konnte im Anschluss an Themen angeknüpft werden, die von Relevanz für die Heilpraktikerschaft sind. Dabei konnte die GDHP auf die Bedeutung der Heilpraktikerschaft für Prävention, Gesundheitsförderung und die Begleitung chronisch erkrankter Menschen hinweisen. Gleichzeitig wurde deutlich gemacht, dass viele Bürgerinnen und Bürger bewusst Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker aufsuchen und deren Arbeit das solidarisch finanzierte Gesundheitssystem ergänzt und entlastet.

Ein weiterer Schwerpunkt war der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit, die wichtigste gesundheitspolitische Leitveranstaltung Deutschlands mit rund 5.000 Teilnehmenden aus Politik, Medizin, Pflege, Wissenschaft, Krankenkassen und Gesundheitswirtschaft. Dort standen die Zukunft der Gesundheitsversorgung, die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung sowie notwendige Strukturreformen im Mittelpunkt der Diskussionen.

Von besonderem Interesse für die Heilpraktikerschaft war das Satellitensymposium „Mehr als Ergänzung! Integrative Medizin als Strukturimpuls für Prävention und Versorgung“ der ALLIANZ FÜR INTEGRATIVE MEDIZIN & GESUNDHEIT e. V. Die Referierenden stellten die Integrative Medizin als wichtigen Baustein für Prävention und Gesundheitsförderung vor und diskutierten aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zur therapeutischen Beziehung, zu komplementärmedizinischen Verfahren sowie zu gesundheitsökonomischen Aspekten. Einigkeit bestand darüber, dass Prävention und patientenzentrierte Versorgung künftig stärker in den Mittelpunkt des Gesundheitswesens rücken müssen.

Neben den Fachveranstaltungen nutzte die GDHP den Hauptstadtkongress für Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Organisationen und Institutionen, darunter GESUNDHEIT AKTIV e.V, die Gesunde VIELFALT, der Kneipp-Bund sowie weitere Akteure aus dem Bereich der Integrativen Medizin und Gesundheitsförderung.

BDH und GDHP werden den gesundheitspolitischen Dialog auch künftig aktiv begleiten. Ziel bleibt es, die Bedeutung des Heilpraktikerberufs im politischen Raum sichtbar zu machen und die Interessen der Heilpraktikerschaft sachlich und konstruktiv zu vertreten.

Elvira Bierbach, gesundheitspolitische Referentin und Beirätin des BDH, Sprecherin der Gesamtkonferenz Deutscher Heilpraktikerverbände & Fachgesellschaften (GDHP)