BfArM warnt vor Risiken von Drip-Spa-Infusionen

25.05.2026 - Der BDH warnt schon länger vor den Risiken von Drip-Spa-Infusionen. Nun hat auch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eine entsprechende Warnung veröffentlicht. Laut Behörde können nicht zugelassene „Drip-Spas“ bzw. „Longevity-Infusionen“ trotz Werbeversprechen erhebliche Gesundheitsrisiken wie Vitaminüberdosierungen, allergische Reaktionen, Kreislaufprobleme und andere Komplikationen verursachen. können, da ihre Wirksamkeit, Sicherheit und Qualität behördlich nicht nachgewiesen sind.

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Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) warnt Verbraucher:innen vor möglichen gesundheitlichen Risiken sogenannter „Drip-Spa“ oder auch „Longevity-Infusionen“. Dabei werden Infusionslösungen mit hochdosierten Vitaminen, Mineralstoffen und weiteren Substanzen intravenös verabreicht. Mit der Anwendung von Infusionen sind jedoch immer Risiken verbunden. Arzneimittel zur Infusion unterliegen in Deutschland einem strengen behördlichen Zulassungsverfahren. Nur wenn Wirksamkeit, Unbedenklichkeit und die Qualität nachgewiesen und ein positives Nutzen-Risiko-Verhältnis bestätigt wird, dürfen sie in den Verkehr gebracht werden. Dieser behördliche Nachweis ist bei Drip-Spas nicht erbracht. Diese Infusionslösungen sind in Deutschland nicht als Arzneimittel zugelassen. Drip-Spas werden u.a. mit der Stärkung des Immunsystems, der Verbesserung des Aussehens, der Leistungsfähigkeit und des Wohlbefindens sowie der Unterstützung der Leberfunktion beworben.

Während bei Arzneimitteln zur Infusion die Hersteller nachweisbare Qualitätsstandards erfüllen müssen, sind bei Infusionslösungen, die nicht als Arzneimittel zugelassen sind, die Qualität und Sicherheit der Produkte im Sinne des Arzneimittelgesetzes nicht belegt.

Aufgrund der Zusammensetzung besteht insbesondere bei vulnerablen Personengruppen das Risiko von Hypervitaminosen (Überdosierung von Vitaminen), Hyperhydration (Volumenüberladung) und Störungen im Elektrolyt- und Säure-Basen-Haushalt. Zusätzlich besteht das Risiko allergischer Reaktionen auf die nicht immer deklarierten verabreichten Substanzen, die in schweren Fällen auch zu einem anaphylaktischen Schock führen können. Wie bei allen Infusionen kann eine unsachgemäße Handhabung der Drip-Infusionen zu einem Austritt der Infusionslösung ins Gewebe (Paravasaten), Luftembolien und Kreislaufproblemen durch zu schnelle Flüssigkeitszufuhr führen.

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Quelle: Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)