Gemeinsam gegen das Vergessen – ein bewegender Abend in Essen
Am vergangenen Donnerstag durfte ich an einer ganz besonderen Veranstaltung teilnehmen: Unter dem Motto „Gemeinsam gegen das Vergessen“ lud der Verein Desideria Care zu einem Abend zugunsten von Angehörigen von Demenzerkrankten ein. Geleitet wurde die Veranstaltung von Frau Désirée von Bohlen und Halbach, die vielen Kolleginnen und Kollegen sicherlich noch vom BDH-Kongress in Dortmund im Februar bekannt ist. Schon dort hatte sie eindrucksvoll vermittelt, wie wichtig es ist, nicht nur den Erkrankten, sondern auch ihren Angehörigen Unterstützung zu schenken.
Ein exklusiver Einblick in die Villa Hügel
Der Tag begann an einem Ort mit großer Geschichte: der Villa Hügel, dem ehemaligen Stammsitz der Familie Krupp in Essen. Herr Eckbert von Bohlen und Halbach, Ehemann von Frau von Bohlen und Halbach und direkter Nachfahre der Krupp-Familie, führte uns persönlich durch Räume, die sonst für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind. Seine lebendigen Erzählungen ließen die Vergangenheit dieses bedeutenden Hauses auf besondere Weise erlebbar werden.
Worte, die bewegen – Engagement mit politischer Unterstützung
Im Anschluss wechselten wir zum Funke-Medienhaus, wo der offizielle Empfang mit Präsentationen und Gesprächen stattfand. Den Auftakt machte eine Videobotschaft von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, der die Arbeit von Desideria Care würdigte und auf die wachsende gesellschaftliche Bedeutung des Themas Demenz hinwies. Seine Worte machten deutlich, dass wir alle gefordert sind, ein Bewusstsein für die Bedürfnisse der Betroffenen und ihrer Familien zu schaffen.
Zwischen Wissenschaft und gelebter Erfahrung
Besonders beeindruckend war das anschließende Podiumsgespräch, das Fachwissen und persönliche Erfahrungen miteinander verband.
Neben Prof. Christoph Kleinschnitz, Neurologe und Experte für Demenzerkrankungen, sprach auch unser Kollege Heilpraktiker Roland Tennie, der die Sichtweise unserer Berufsgruppe einbrachte. Sie gaben einen tiefen Einblick in die Herausforderungen, denen Angehörige begegnen, und zeigten zugleich auf, welche Fortschritte es in Forschung und Früherkennung gibt.
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