Ich bin Heilpraktikerin mit eigener Praxis in Dortmund und als Dozentin unter anderem an der Hufeland-Schule in Senden tätig. Mein fachlicher Schwerpunkt liegt im Bereich der Mikronährstoffmedizin, biochemischer Zusammenhänge und funktioneller Therapieansätze.
Ich komme ursprünglich aus dem Journalismus und war viele Jahre als Redakteurin für verschiedene Tageszeitungen tätig. Außerdem bin ich ausgebildete Baubiologin und habe dieses Wissen als Sachverständige für Schäden an Gebäuden eingesetzt. Vom Journalismus ist vor allem die Liebe zum Schreiben geblieben. Mit einem Patienten-Ratgeber zum Thema sekundäre Mitochondriopathien konnte ich beide Leidenschaften – Schreiben und Gesundheit – wunderbar verbinden.
Die Entscheidung, mich im Bund Deutscher Heilpraktiker als Vizepräsidentin zu engagieren, ist für mich eng mit einer grundsätzlichen Haltung verbunden: Ich halte es für wesentlich, dass wir als Berufsgruppe zusammenstehen, weshalb ich bereits seit Beginn meiner HP-Ausbildung auch Mitglied im BDH bin.
Gemeinschaft stärkt nicht nur das Berufsbild, sondern sichert auch unsere Zukunft. Der BDH schützt und fördert seine Mitglieder, sichert Qualität in der Ausbildung und damit auch in der Behandlung. Letztlich schafft der BDH damit noch etwas Wichtiges: Sicherheit und Versorgung für jährlich viele tausend Patienten.
Das wird in der politischen Landschaft oft zu wenig wahrgenommen, aber auch in der Bevölkerung. Heilpraktiker werden nicht nur unterschätzt, sondern häufig auch falsch eingeschätzt. Vielen Menschen ist gerade in der heutigen Zeit mit Instagram, TikTok und Co. gar nicht bewusst, wo genau der Unterschied zwischen Heilpraktikern, selbsternannten Therapeuten, Heilern, Coaches und Gesundheits-Influencern liegt.
Hier steckt viel Potenzial, hier können und müssen wir uns als starke Gemeinschaft besser positionieren. Gerade mit Blick auf unseren Nachwuchs wird das zunehmend entscheidend – vielen jungen Kolleginnen und Kollegen ist nicht ausreichend bewusst, welche Rolle ein starker Verband für ihre berufliche Zukunft spielen kann.
Wir sind eine sehr heterogene und hoch motivierte Berufsgruppe und ich freue mich darauf, meine Perspektiven einzubringen und gemeinsam mit dem Vorstand und den Mitgliedern an einer klaren, starken und zukunftsfähigen Positionierung unseres Berufsstandes zu arbeiten.
Ich möchte mich sehr für die ausgesprochen herzliche Aufnahme in den Vorstand bedanken und natürlich für das Vertrauen, das mir mit dieser Wahl zur Vizepräsidentin entgegengebracht wird.
Herzliche Grüße
Silke Bierkämper
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