Im Rahmen der Studie wurden insgesamt 60 Patient*innen untersucht, die sich einer sogenannten transösophagealen Echokardiographie (TEE) unterzogen. Hierbei handelt es sich um ein Schluckecho, das hochauflösende Ultraschalluntersuchungen des Herzens ermöglicht. Dadurch, dass die TEE durch die Speiseröhre erfolgt, kommt es während der Untersuchung oftmals zu einem starken Würgereflex. Das erschwert die Untersuchung oder macht sie manchmal sogar unmöglich.
Die eine Hälfte der Patient*innen wurde mit Placebo-Nadeln behandelt. Die andere Hälfte erhielt intradermale Akupunkturnadeln – also Nadeln, die 6 Millimeter in die Haut zwischen Unterlippe und Kinn gesetzt werden. Anhand des Auftretens und der Intensität des Würgereflexes, des Bedarfs an Beruhigungsmitteln, der Zufriedenheit der Patienten, der Herzfrequenz und des Sauerstoffgehalts im Blut konnten die Forschenden feststellen, dass Akupunktur bei dieser Behandlungsmethode sehr hilfreich sein kann.
Besonders bemerkenswert sei gewesen, dass bedeutend weniger Patient*innen aus der Akupunktur-Gruppe Beruhigungsmittel benötigten als die aus der Placebo-Gruppe.
Für ihre Ergebnisse wurden die Wissenschaftler*innen auf dem Internationalen Symposium der World Federation of Acupuncture Societies (WFSA) mit dem Forschungspreis ausgezeichnet.
Quelle: Universität Greifswald
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