Praxishygiene und Infektionsprävention

Ohne geht es nicht!

Eine sachgerechte Infektionsprävention und Hygienemaßnahmen zur Vermeidung bzw. Reduzierung von Infektionsrisiken sind auch in einer Heilpraktikerpraxis unerlässlich. Sie dienen nicht nur dem Schutz von Patienten und Mitarbeitern, sondern tragen auch zur Sicherheit des behandelnden Heilpraktikers bei.

Zu den wichtigsten Aspekten der Infektionsprävention in Praxen zählen:

  • Hände- und Wäschehygiene
  • Hautdesinfektion
  • Instrumentenaufbereitung
  • Flächendesinfektion und -reinigung
  • Abfallentsorgung
  • Beachtung von Schutzmaßnahmen und baulicher Vorgaben
  • Vermeidung von Stich- und Schnittverletzungen.
© D-LIGHT / Christian Koch

BDH-Service rund um das Thema Hygiene

Der BDH bietet Ihnen beim wichtigen Thema Hygiene vielfältige Unterstützung an. Mit dem Praxishandbuch von Siegfried Kämper, seinen Hygiene-Kursen, regelmäßigen aktuellen Informationen und Hilfestellungen rund um das Thema im BDH-Newsletter oder bei Facebook werden Sie von uns in stets aktuell informiert und unterstützt.

Darüber hinaus kooperiert er mit den Experten der schulungszeit Gesellschaft für Aus- und Weiterbildung mbH in Gelsenkirchen, einem TÜV-zertifizierten Unternehmen für Hygienemanagement. Ansprechpartner ist hier Denis Handke, schulungszeit.

Das Beratungsunternehmen hat sich auf die faktenbasierte Aufbereitung und Weitergabe von Wissen im Bereich der Hygiene und Desinfektion spezialisiert und stellt einen starken Partner in der Qualitätssicherung dar. Schulungszeit wird den BDH in allen Belangen des Hygienemanagements beraten und gegenüber den Gesundheitsämtern und sonstigen Behörden vertreten.
Fit für die Praxisbegehung durch den Amtsarzt

Damit nicht genug: schulungszeit unterstützt auch Heilpraktikerpraxen mit fundierten Hygienekonzepten. Das fachkundige Team von schulungszeit ist in der Lage, effiziente und individuelle Hygienekonzepte aufzusetzen und in jede Praxis zu integrieren.

Diese Hygienechecks/Hygieneschulungen in der eigenen Praxis sind nach Absprache möglich.

Hier lernen Sie alles, was Sie zum Thema Hygiene für die Heilpraktikerpraxis wissen müssen. Die Schwerpunkte liegen bei den Themen „Hygiene und Desinfektion“ mit besonderem Merkmal auf die rechtlichen Vorgaben (Hygieneplan/IFSG/weitere Rechtsgrundlagen), der Hygiene in Heilpraktikerpraxen und praktische, fachgerechte Umsetzung von Verfahren und Desinfektionsmaßnahmen.

Nehmen Sie bei Interesse Kontakt auf

Schulungszeit. Gesellschaft für Aus- und Weiterbildung mbH, Munscheidstraße 14, 45886 Gelsenkirchen
Tel: 0209 / 36 66 35 93, E-Mail: info@schulungszeit.de, www.schulungszeit.de

Fachfortbildung: Hygienebeauftragter für Heilpraktiker

Durch die Änderung der Infektionshygieneverordnung Hessen für invasiv tätige Heilpraktiker ist neben der Anzeigepflicht auch das Erbringen eines Nachweises über die Sachkunde im Bereich der Hygiene gefordert. Aus diesem Grund bietet unser Kooperationspartner, schulungszeit Gesellschaft für Aus- und Weiterbildung mbH, den Kurs Sachkundekurs Hygiene (gem. Hygieneverordnungen der Länder)“ an.

Der Lehrgang wurde in Zusammenarbeit mit dem BDH und den Behörden konzipiert und informiert über rechtliche Grundlagen, Hygiene und Mikrobiologie, Hygienemanagement sowie Reinigung, Desinfektion und Entsorgung. Als Spezialkurs wird auch die Instrumentenaufbereitung ein Schwerpunkt des Lehrganges sein.

Wichtige Regelwerke und Anforderungen

Die wesentlichen Vorgaben zur Hygiene und Infektionsprävention sind hauptsächlich in zwei Regelwerken festgelegt: „Technische Regeln für Biologische Arbeitsstoffe (TRBA 250)“  und die „Richtlinie für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention des Robert Koch-Instituts“ (Hygienerichtlinie).

Aber auch eine ganze Reihe anderer Gesetze müssen beachtet werden, z.B. das Infektionsschutzgesetz (IfSG), das Medizinprodukte-Gesetz (MPG), die Hygieneverordnungen (HVO) der Länder.

Paragrafen
© vege / Fotolia.com
Bauliche Anforderungen

Sie werden feststellen, dass sich der Amtsarzt auch die baulich-funktionellen Gegebenheiten Ihrer Praxis anschaut. Sind in Ihren Praxisräumen ausreichend Händewaschbecken mit Warm-/Kaltwasser ? Lassen sich Ihre Waschtisch-Armaturen ohne Handberührung bedienen? Besteht eine ausreichende Belüftung in Ihren Räumlichkeiten? Das sind Punkte, die er sich anschauen wird.

Das Referat für Gesundheit und Umwelt Bayern hat für die Vorbereitung auf die Amtsarztbegehung eine Checkliste für invasiv tätige Heilpraktiker herausgegeben, die Sie hier finden.

Der Hygieneplan

Infektionsschutzgesetz und TRBA 250 legen fest, dass Sie einen Hygieneplan erstellen müssen, der praxisbezogen und individuell auf Ihre Praxis zugeschnitten ist und fortlaufend aktualisiert wird. In ihm müssen Sie sämtliche infektionspräventiven und hygienischen Maßnahmen für Ihre Praxis, wozu auch die Desinfektions- und Reinigungsabläufe zählen, festschreiben. Detaillierte Informationen rund um das Thema Hygieneplan und ein Muster-Hygieneplan finden Sie im Praxishandbuch für Heilpraktiker von Siegfried Kämper.

© Gabriele Mueller
Händehygiene

Die sachgerecht ausgeführte hygienische Händedesinfektion zählt zu den effektivsten Maßnahmen, um Infektionen zu vermeiden! Die BGW hat einen Hautschutz- und Hygieneplan für Heilpraktiker herausgegeben, den Sie kostenlos anfordern können. Darüber hinaus können Sie die ebenfalls kostenlose Broschüre „Hauptsache Hautschutz“ mit weitergehenden Informationen bei der BGW erhalten.

Medizinprodukte

Grundsätzlich stellen Geräte oder Hilfsmittel (Medizinprodukte) eine potentielle Infektionsquelle sowohl für Patienten als auch für den Aufbereiter dar. Verwenden Sie Medizinprodukte am Patienten, so müssen Sie diese vor einer Anwendung aufbereiten und nach der Nutzung sachgerecht desinfizieren und reinigen. Die entsprechenden Vorgaben werden in der Medizinprodukte-Betreiberverordnung (§ 4 MPBetreibV, TRBA 250 und der RKI-Hygiene-Richtlinie geregelt.

Umgang mit Medikamenten und Abfall

Im Sinne der Hygiene müssen Sie auch den Umgang mit Medikamenten in Ihrer Praxis regeln. Dazu zählen Aspekte der Lagerung von Enteralia (Musterbestand) und Parenteralia (Ampullenpräparate), kühlpflichtigen Medikamenten oder der Umgang mit angebrochenen Salbentuben.

Auch die korrekte Entsorgung Ihrer Praxisabfälle muss geregelt sein. Entsprechende Vorgaben macht die Richtlinie über die ordnungsgemäße Entsorgung von Abfällen aus Einrichtungen des Gesundheitsdienstes der Länderarbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA). Gerade bei der Entsorgung von spitzen Gegenständen wie Spritzen, Nadeln oder Kanülen ist das Verletzungsrisiko erhöht und die Vorgaben für die Entsorgung unbedingt einzuhalten.

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Praxismanagement

Rechtskonforme Praxisführung
Das "Praxishandbuch für Heilpraktiker" von Siegfried Kämper bietet Ihnen fundierte Informationen zu allen Fragen der Praxisführung und des Praxismanagements.

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