Rezensionen

Michael Herzog, Eva Lang, Jürgen Sengebusch: Differenzialdiagnose für Heilpraktiker. Kompendium mit Steckbriefen und Mind-Maps. 3. Auflage 2017

Dieses Buch ist perfekt zur Vorbereitung auf die amtsärztliche Überprüfung: Die Autoren sind erfahrene Kursleiter und kennen die Prüfungsanforderungen genau. Ihr Buch verdichtet das benötigte Wissen, konzentriert den Blick auf das Wesentliche und gibt die notwendige Sicherheit für die Prüfung. HP Anita Sprenger-Witte hat es für Sie gelesen und rezensiert.

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„In dem Buch „Differentialdiagnose für Heilpraktiker“ geht es um das diagnostische Differenzieren von Krankheitsbildern mit ähnlichen (Leit-)Symptomen, also um den Weg vom Symptom zur Krankheit/Diagnose und somit um die große Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis.

Das Buch gliedert sich in 4 farblich voneinander abgegrenzte Teile:
Im Eingangsteil geht es um grundsätzlichen Überlegungen und Anmerkungen zum differentialdiagnostischen Denken und um Hinweise zur Buchstruktur.

Im 2.Teil finden sich die meisten Veränderungen und Erweiterungen im Vergleich zur vorherigen Auflage des Buches. Es werden 47 vorwiegend internistische und für HP(A) besonders prüfungs- und praxisrelevante Leitsymptome in Form von Mind-Maps differentialdiagnostisch aufgeschlüsselt.

Die Symptome sind in der jetzt vorliegenden Auflage nicht mehr nach Organsystemen, sondern alphabetisch geordnet, so dass sich eine Art „kleines Symptomenlexikon“ ergibt.
Allerdings werden dabei wechselnd deutsche und medizinische (lat./griech.) Termini verwendet. Da die Anzahl der insgesamt behandelten Leitsymptome überschaubar ist, sollte das jedoch nicht wirklich ein Problem beim Auffinden eines gesuchten Symptoms darstellen.

Zu jedem aufgeführten Leitsymptom gibt es mindestens eine Mind-Map, für manche Ausgangssymptome werden unterschiedliche Aspekte des Symptoms in zwei getrennten Mind-Maps aufgegriffen (z.B. „Symptom“, nach Art des Symptoms und „Symptom“, nach Organsystemen). Die Mind-Maps sind sehr übersichtlich und visuell ansprechend gestaltet.

Für den Überblick und die schnelle Orientierung wird hier jedem Organsystem eine Farbe zugeteilt und dieses Farbleitsystem in allen grafischen Darstellungen einheitlich und konsequent beibehalten.

Der inhaltlich streng einheitliche Aufbau der Mind-Maps aus den früheren Buchauflagen wurde jetzt zugunsten einer praxisorientierteren, zielführenden Differenzierung der Leitsymptome aufgeweicht und um neu eingefügte, sinnvolle und gut bedachte Entscheidungsebenen, wie z . B . „ Pathomechanismus“ , „ Ursache“ , „Symptomspezifizierung“ erweitert. Dadurch wird der Weg durch das Dickicht der Differentialdiagnosen nochmals transparenter und besser nachvollziehbar.

Dank des neu gewählten, deutlich größeren Buchformats bleibt trotz der zusätzlichen Informationen alles gut lesbar.

Der 3.Teil bietet dem Leser die Möglichkeit, die entscheidenen Fakten zu den wichtigsten, in den Mind-Maps angesprochenen Erkrankungen nach zu lesen. Die Herangehensweise ist hierbei krankheitsbezogen, die Darstellung durchweg „kurz und knackig“ in überwiegend stichpunktartiger „Steckbriefform“.

Die Kapitel gliedern sich jetzt nach Organsystemen und haben einen einheitlichen Aufbau:
Anfangs wird das entsprechende Organsystem als Ganzes hinsichtlich Leit-/Alarmsymptomen und typischer Untersuchungsbefunde (klinisch, Labor, ggf. weitere) tabellarisch vorgestellt. Im darauf folgenden Glossar sind wichtige zugehörige Begriffe erläutert, bevor im Anschluss daran besonders relevante Krankheiten dieses Bereichs mit den maßgeblichen Leitsymptomen, diagnosetragenden Befunden und wichtigen weiteren Hinweisen dargestellt werden. Zusätzlich wird in fettgedruckten „Cave!-Kästchen“ z. B. darauf hingewiesen, wenn es sich bei der Erkrankung um einen Notfall handelt.

Im Anhang (Teil 4) findet sich neben je einer Übersichtstabelle zu den Notfällen und den Normwerten gängiger Laborparameter auch ein Abkürzungsverzeichnis.

Fazit

Das vorliegende Werk beschränkt sich sehr konsequent auf das Wesentlichste. Daraus ergibt sich logischerweise, dass es weder vollständig ist, noch ein Lehrbuch ersetzen kann; diesen Anspruch erheben die Autoren allerdings auch nicht.
Die Texte und grafischen Darstellungen wirken klar, da die enthaltenen Informationen kurz, knapp und prägnant sind.

Die Mind-Maps sind eine gute, visuelle Denk- und Merkhilfe, das Farbleitsystem erleichtert das schnelle optische Erfassen der Inhalte. Sowohl die Auswahl der behandelten Leitsymptome als auch die prüfungs- und praxisorientierte Aufbereitung des Themas läßt auf die Erfahrung der Autoren als Lehrende in der Heilpraktikerausbildung schließen.

Somit richtet sich das Buch auch ganz besonders an angehende Heilpraktiker, die sich auf die amtsärztliche Überprüfung vorbereiten möchten. Diese haben zwar oft die einzelnen Krankheitsbilder ausgiebig gelernt, jedoch bereitet es häufig große Schwierigkeiten, von einem Symptom ausgehend alle in Frage kommenden Krankheitsbilder abzurufen und zu durchdenken.

Bei der systematischen und effektiven Einarbeitung in solche differentialdiagnostische Überlegungen kann das Buch eine wertvolle (Einstiegs-)Hilfe sein.“

HP Anita Sprenger-Witte
Bibliografie

Michael Herzog, Eva Lang, Jürgen Sengebusch: Differenzialdiagnose für Heilpraktiker. Kompendium mit Steckbriefen und Mind-Maps
3., überarbeitete und erweiterte Auflage, Stuttgart: Haug, 2017, 49,99 EUR (D), 208 Seiten, 67 Abb., kart.
ISBN-13: 9783132059610

Thomas Genneper und Andreas Wegener: Lehrbuch der Homöopathie

Es gibt eine ganze Reihe von Lehrbüchern zur Homöopathie. Dieses bewährte Standardlehrbuch vermittelt fundiertes Wissen zur klassischen Homöopathie verständlich aufbereitet und  methodisch prägnant beschrieben. Maren Siems-Bührmann hat das Buch für Sie gelesen.

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„Das „Lehrbuch der Homöopathie“ ist ein bewährtes Standardlehrbuch für eine systematische und fundierte Ausbildung in klassischer Homöopathie nach Hahnemann. Interessierten, Schülern und Erfahrenen bietet es durch den sehr strukturierten, verständlichen Aufbau einen guten Überblick und geht auf alle wichtigen Themen der Homöopathie ein.

Vor jedem Kapitel gibt es eine kurze Einführung, die das Wichtigste erklärt. Und so startet es mit „Allgemeines“. Hier wird von der allgemeinen Arzneimittellehre, Arzneiprüfung, primäre und sekundäre Materia medica – sehr interessant ist hier ein Auszug einer Nickelprüfung aus einer alten Arzneimittellehre – dem Studium der Arzneimittel bis hin zur Symptomenlehre alles genau erklärt.
Eine Erläuterung vom Unterschied des Symptomenverständnisses in der Schulmedizin und der Homöopathie gibt hier eine anschauliche Erklärung über die unterschiedlichen Sichtweisen von Krankheit.

Der Praxis-Teil beginnt mit kurzen Definitionen von Begriffen wie z.B. Anamnese, Gesamtheit der Symptome, Krankheitsdiagnose, Arzneidiagnose. Darauf folgt die Kunst der Anamnese mit allen Facetten der Vorbereitung, Fallaufnahme, erste Mittelgabe, Folgekonsultation und Dokumentation. Auch auf die besondere Anamnese bei Kindern wie auch der Hinweis auf Fehler, die passieren können, wird hier eingegangen. Bei der Mittelfindung und Repertorisation stellen die Autoren die Methoden von Boger, Bönninghausen und Kent, wie auch die unterschiedlichen Repertorien z.B. die Synthesis von F. Schroyens und das Complete von R. van Zandvoort vor. Nach Gabenlehre und Reaktion auf die Arzneigabe folgt natürlich die zweite Verordnung, Folgemittel und die Verwandtschaft der unterschiedlichen Arzneien.

Im Kapitel Krankheitsformen und ihre Behandlung werden akute, chronische sowie die einseitigen Krankheiten, schwere Pathologien, Nosoden und Sarkoden mit vielen Fallbeispielen erklärt. Auch die Grundlagen, Forschung, Pharmazie und Geschichte nehmen genügend Raum ein, um das Organon, die Chronischen Krankheiten mit ihren Miasmen und den Nosoden sehr gut zu erklären.

Die „Grundlagenforschung“ über die Wirkungsweise der Homöopathie, die Pharmazie des Arzneimittels und wissenschaftlichen Grundlagen der Homöopathie ergänzen das Lehrbuch. Und nicht zu vergessen: Samuel Hahnemanns Leben und Wirken. In diesem Kapitel geht es nur um ein Basiswissen zum besseren Verständnis vom Leben Hahnemanns, seiner Ausbildung, Arbeit, dann Unzufriedenheit mit der damaligen Medizin und die daraus resultierende Entwicklung und Entstehung der Homöopathie.

Fazit
Ein modernes Lehrbuch, das konsequent durch alle Kapitel der klassischen Homöopathie von Hahnemann führt. Die klare Strukturierung in den einzelnen Kapiteln ermöglicht sowohl ein Wiederholen als auch das Lernen und Vertiefen durch die vielen Hinweise auf weiterführende Literatur am Schluss der einzelnen Kapitel. Diese Lektüre erklärt was Homöopathie ist und leisten kann. Für mich ist es ein sehr gutes Buch zum Lernen und Lehren!“

Maren Siems-Bührmann

Bibliografie

Thomas Genneper und Andreas Wegener: Lehrbuch der Homöopathie
Grundlagen und Praxis der klassischen Homöopathie, 4., aktualisierte Neuauflage, Stuttgart: Haug, 2017, geb., 496 Seiten, ISBN-13: 978-3132403567, Euro (D) 99,99

Irene Matt: Nichts drin?  Ein Homöopathie-Krimi

Im Februar 2017 ist ein spannender Kriminalroman erschienen, bei dem möglicherweise homöopathische Globuli eine Rolle spielen. Maren Siems-Bührmann hat das Buch für Sie gelesen und und empfiehlt es für den nächsten Sonnentag im Urlaub.

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„Die Kommissarin Alexandra Rau und ihr Kollege Isidor Rogg, ermitteln im Hotzenwald in der Nähe von Freiburg. Zwei ungewöhnliche Todesfälle, beide anfänglich aussehend wie ein Suizid, sollen zu den geschlossenen Akten gelegt werden. Doch etwas stimmt nicht und das ahnt die Kommissarin. Am Anfang des Romans wird eine tragische Lebensgeschichte in Rückblenden erzählt, die immer wieder in die aktuelle Handlung eingebettet wird.

Bei der Suche nach einem verloren gegangenen Ohrring kommt die Kommissarin der Wahrheit näher. Das Geständnis, das die Täterin ablegt, ist unglaublich und beschäftigt die Kriminalbeamten, die Justiz, die Presse und medizinische Gutachter. Sollte wirklich ein  homöopathisches Mittel für den Tod verantwortlich sein? Während die Gerichtsverhandlung angesetzt wird, gehen drei befreundete Männer auf eine Berghüttenwanderung. Eine plötzliche, schwere Erkrankung ruft die Bergwacht zu Hilfe und auch der Bergwohlverleih kommt zum Einsatz. Zurück im Gerichtssaal müssen sich Ermittler, Anwälte, Staatsanwälte und Richter mit Hilfe von Gutachtern mit einer umstrittenen Heilmethode auseinandersetzen. Und vielleicht können wir auch in diesen unterschiedlichen Persönlichkeiten unterschiedliche homöopathische Bilder entdecken.

An der Frage „Nichts drin – ja oder nein?“ entzünden sich seit Hahnemanns Zeiten erstaunlich heftige Diskussionen und diese werden auch in dem fiktiven Gerichtssaal fortgeführt.
Ein Buch für einen Sonnentag im Urlaub oder einem verregneten Sonntag auf dem Sofa.“

Maren Siems-Bührmann

Bibliografie
Irene Matt: Nichts drin?“  Ein Homöopathie-Krimi.

Verlag am Eschbach, 2017. geb. 361 S. ISBN: 978-3869175539, 15,00 EUR (D)

Margarete Stöcker: Praxislehrbuch Heilpraktiker für Psychotherapie

Das Psychotherapie-Lehrbuch von Margarete Stöcker stellt die psychiatrischen Krankheitsbilder dar und orientiert sich dabei am Curriculum und Prüfungsstoff. Es gibt Anregungen zum nachhaltigen Lernen wie Lernpausen, Arbeiten mit Mind Maps und Bezügen zur Lebenswelt.

Anita Sprenger-Witte hat es für Sie gelesen und besprochen.

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Das „Praxislehrbuch Heilpraktiker für Psychotherapie“ von Margarete Stöcker ist in erster Linie als Lehrbuch zur Vorbereitung auf die amtsärztliche Überprüfung für Heilpraktiker für Psychotherapie konzipiert.

Das Buch gliedert sich in 4 farblich unterschiedlich gestaltete Teile:
Im Eingangsteil geht es um Allgemeines zum Thema Lernen, Lernmethoden und um eine sehr knappe Einführung in die Anatomie des Nervensystems und die Geschichte der Psychiatrie. Auch die Themen Diagnostik, Klassifikationssysteme und Psychopathologie (inklusive praktischer Tipps zur Erhebung) werden hier abgehandelt.

Der 2. Teil beschäftigt sich mit den psychiatrischen Störungsbildern. Diese werden entlang der ICD10-Kategorien dargestellt und die relevantesten Krankheiten nach dem bekannten Schema eines Medizinbuchs (bedauerlicherweise aber nicht immer mit der ausreichenden stofflichen Tiefe) beschrieben: Definition, Epidemiologie, Ätiologie/Pathogenese,
Symptome, Diagnostik, Verlauf und Therapieansätze. Am Ende einer Störungskategorie werden darüber hinaus Mindmaps und Multiple-Choice-Prüfungsfragen zur Verfügung gestellt.

Teil 3 befasst sich mit einer kurzen Darstellung verschiedener medikamentöser, psychotherapeutischer und sonstiger Therapiemethoden. Dabei werden neben „klassischen“ und bekannteren Psychotherapieverfahren auch solche vorgestellt, die die Autorin selbst praktiziert. Eine Seite zu psychiatrischen Notfällen findet sich in diesem Teil ebenso wie Grundlagen zur Gesetzeskunde, ICD10-Tabellen und kurze, allgemeine Hinweise und Ratschläge zur HPPsych-Prüfung und Praxisgründung.

Im Anhang (Teil 4) finden sich letztendlich neben einem Glossar auch die
(unkommentierten) Lösungen der Prüfungsfragen.

Insgesamt ist das Buch fachlich gut strukturiert und die Texte sind in einer anschaulichen, angenehmen Sprache geschrieben und Inhalte verständlich sowie praxisnah dargestellt.
Zudem gibt es – neben den bereits erwähnten Mindmaps – zahlreiche „Käst(ch)en“ unterschiedlichen Inhalts: „Faktenkästchen“ mit ICD10-Diagnosekriterien, Hintergrundinformationen, Zusatzinformationen, Vergleichstabellen und Übersichtstabellen, die den Textinhalt nochmals grafisch darstellen. Ergänzt werden diese durch (grafisch anders gestaltete) „didaktische Kästchen“ wie Merkkästchen, Lerntippkästchen und Pausenkästchen, die das Lernen erleichtern und zu regelmässigen Pausen und deren aktiven Gestaltung einladen bzw. anregen sollen.

Fazit

Das Buch kommt frisch und sympathisch daher.
Es vermittelt den Stoff so verständlich, dass auch Laien bzw. Neueinsteiger einen guten Zugang zu der komplexen Thematik finden werden.
Diejenigen, die ihre Lernstruktur und Lernmethode noch suchen oder neue ausprobieren möchten, haben die Möglichkeit, sich auch didaktisch an die Hand nehmen lassen.
Klassische Fliesstext-Leser könnten sich aufgrund der stellenweise doch hohen Dichte an – in den Text eingestreuten – „Kästchen“ in ihrem Lesefluss gestört fühlen. Auch wenn die Autorin anmerkt, dass bestimmte Kästen übersprungen werden können, muss der/ die LeserIn sich immer erst orientieren, ob das Kästchen wichtig ist oder nicht.
Als Begleitbuch in der Praxis bzw. Nachschlagewerk für „Psychiatrie-Profis“ und Nicht-Profis wird es sicher gute Dienste leisten, da gerade hier unter anderem die grafischen Darstellung von großem Nutzen sein können.
Als alleinige Grundlage zur Prüfungsvorbereitung HPPsych halte ich das Lehrbuch für nicht ausreichend, da es (meiner Erfahrung als Beisitzerin für HPPsych-Prüfungen und HPPsych-Dozentin nach) leider fachlich an einigen Stellen zu sehr an der Oberfläche bleibt. Hier sollte auf jeden Fall stofflich tiefergehende Fachliteratur zusätzlich zur Hand genommen werden.

HP Anita Sprenger-Witte

Margarete Stöcker: Praxislehrbuch Heilpraktiker für Psychotherapie.
1. Auflage 2016; Stuttgart: Haug-Verlag 2016;
368 Seiten, gebunden, 49,95 EUR, ISBN 978-3-13-219201-0

Hanne Marquardt: Fußreflexzonenarbeit am Fuß

Dieses bewährte Einsteigerwerk zur Reflexzonenarbeit am Fuß bietet alle wichtigen Informationen zu Lage und Verlauf der Reflexzonen, demonstriert ein umfassendes Behandlungsspektrum der Reflexzonenarbeit am Fuß und erklärt, wie Sie mögliche Organ- und Gewebebelastungen anhand von Sicht- und Tastbefunden erkennen. Tobias Rutkowsky hat es für Sie gelesen.

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Herzlichen Glückwunsch! Die 25. Auflage dieser Schrift schaut nun auf über 40 Jahre Geschichte der Fußreflexzonentherapie nach Hanne Marquardt zurück! Mit der ersten Auflage der „Fußreflexzonenarbeit“ hat 1975 quasi „alles“ angefangen, knapp 20 Jahre später kam dann die „Fußreflexzonentherapie am Fuß“ heraus.

Für die Fußreflex-Interessierten im Dunstkreis des BDH-Newsletters wird wohl das umfangreichere Therapiebuch interessanter sein als diese vergleichsweise „abgespeckte“ Einführung in die Arbeit am Fuß. Doch für Einsteiger und interessierte Laien ist das Werk nach wie vor relevant: Man bekommt mit einer übersichtlichen Einführung, rechtlichen Hinweisen zur Behandlung, Grifftechniken sowie Karten mit den jeweiligen Organzonen ein ‚Grundset‘ an Information, um sich in die Thematik einzuarbeiten. Gerade die Karten sind hier angenehm handwerklich und übersichtlich gehalten. Eine Ausbildung will, wird und kann das Buch selbstverständlich nicht ersetzen.

Sehr anschaulich finde ich ein Kapitel, in dem 6 Kasuistiken zum Thema Kopfschmerz vorgestellt werden. Auf die jeweilige Fallbeschreibung folgt die Abbildung der Karte mit den Fußreflexzonen, die behandelt wurden. So wird sehr schnell (im wahrsten Sinne des Wortes) sichtbar, wie unterschiedlich ein Symptom „hinterlegt“ sein kann und unter Umständen behandelt werden muss. Der reflexinteressierte Laie hat hier ein wunderbares  Einstiegsangebot in die naturheilkundliche „Denke“.

Fazit: Als ersten Kontakt mit der Therapieform oder für sehr interessierte Laien gut zu empfehlen, als Grundlage der therapeutischen Arbeit sollte sicher das umfangreichere Zwillingswerk gewählt werden.

Bibliografie

Hanne Marquart: Fußreflexzonenarbeit am Fuß, 25. Auflage
Stuttgart: Haug-Verlag, 2016. 200 S. , 47 Abb. , geb., ISBN: 9783132048751
EUR [D] 29,99

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