„Kehlkopfentzündung“

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Das hat Bodo gerade noch gefehlt. Als ob diese blöde Erkältung nicht schon genug wäre. Die Nase läuft, die Augen tränen. Lästig, aber auszuhalten. Deshalb kann man sich ja nicht gleich krank melden. Wenn bloß der Vortrag nicht wäre. Die ganzen Telefonate und Besprechungen im Vorfeld und ausgerechnet jetzt, wo’s bald ernst wird, kriegt er keinen Ton mehr raus. Seine Stimme gehorcht einfach nicht. Klingt eher wie ein schiefes Quietschen, wenn überhaupt. Aber er kann den Vortrag ja schließlich nicht flüstern, oder?

Was ist eine Kehlkopfentzündung?

Eine Kehlkopfentzündung äußert sich meist durch ein raues Halsgefühl, Kratzen oder Brennen im Hals, dem häufigen Reiz sich zu räuspern und Heiserkeit bis hin zum (vorübergehenden) völligen Verlust der Stimme.  Flüstern ist bei einer Kehlkopfentzündung keine gute Idee, da Flüstern die Stimmlippen stark belastet. Also besser nicht sprechen oder nur leise.

Dauern die links beschriebenen Symptome länger als drei Wochen an, spricht man von einer chronischen Kehlkopfentzündung.

Bei Heiserkeit, die länger als drei Wochen besteht, gehen Sie unbedingt zum Arzt, es muss eine schwere Erkrankung ausgeschlossen werden!

Ursachen

Die Kehlkopfentzündung ist eine Entzündung der Schleimhaut des Kehlkopfes. Sie kann viral oder bakteriell bedingt sein, z.B. im Rahmen einer Erkältung, „mechanisch“ z. B. durch eine

akute Überlastung der Stimme, chemisch z. B. durch reizende Gase oder klimabedingt auftreten bei zu trockener Raumluft.

Konventionelle Behandlung

Verordnet werden i. d. R. bei produktivem Husten schleimverflüssigende Medikamente, die das Abhusten erleichtern sollen, bei quälendem Reizhusten eher hustenstillende Medikamente. Antibiotika (Arzneimittel gegen bakterielle Infektionen) sind nur bei nachgewiesen bakteriellen Kehlkopfentzündungen sinnvoll.

Was können Heilpraktiker für Sie tun?

Die Naturheilkunde und die komplementäre Medizin kennen viele Verfahren, die sowohl eine akute als auch eine chronische Kehlkopfentzündung positiv beeinflussen können. Aufgrund der ganzheitlichen Arbeitsweise Ihrer Heilpraktikerin oder Ihres Heilpraktikers werden nicht nur Symptome und Krankheitsverlauf erörtert, sondern auch in Frage kommende Auslöser und Möglichkeiten ihrer Vermeidung, bestehende Vorerkrankungen, Stressbelastungen, die das Immunsystem schwächen (und so Infektionen begünstigen) können u. v. m.

Auf dieser Basis wird Ihre Heilpraktikerin oder Ihr Heilpraktiker Ihr individuelles Behandlungskonzept entwickeln. So finden sich z. B. in der Phytotherapie viele Pflanzen, die entzündungshemmend, antibakteriell, adstringierend (zusammenziehend) oder reizlindernd wirken und im akuten Stadium eingenommen, zur Inhalation verwendet oder als Gurgellösung die Symptome lindern können. Leiden Sie häufiger unter diversen Infekten, liegt es nahe, gezielt das Immunsystem zu stärken. Dabei spielt eine intakte Darmflora eine zentrale Rolle. Die mikrobiologische Therapie mit bakterienhaltigen Präparaten, die mit abgetöteten oder lebenden Bakterien die Darmflora unterstützen und das Immunsystem stimulieren, kann deshalb in manchen Fällen Teil eines ganzheitlichen Therapiekonzeptes sein.

Naturheilkundliche Forschung
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Alle o. g. therapeutischen Verfahren sind hier nur beispielhaft genannt und keineswegs erschöpfend für die vielen Möglichkeiten, die Ihrer Heilpraktikerin oder Ihrem Heilpraktiker zur Verfügung stehen. Die verschiedenen Therapieverfahren stehen entweder als in sich geschlossene Behandlungssysteme wie z.B. in der Traditionellen Chinesischen Medizin   oder als Kombinationen einzelner Verfahren zur Verfügung.

In Frage kommen z.B.  (alphabetisch):

Wenn Sie unter einer Kehlkopfentzündung leiden, sprechen Sie vertrauensvoll mit Ihrer Heilpraktikerin oder Ihrem Heilpraktiker –  sie beraten Sie gerne. Sollten Sie sich besonders für bestimmte Therapien interessieren, hilft Ihnen die BDH-Therapeutensuche dabei, eine Praxis in Ihrer Nähe zu finden.

Was können Sie selber tun?

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Am Wichtigsten ist die absolute Stimmruhe. Also nicht oder nur sehr wenig und leise sprechen. Nicht flüstern und v. a. nicht rauchen! Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, wohltuend wirken z. B. Salbei- oder Thymiantee. Sorgen Sie für ein günstiges Raumklima mit einer Raumtemperatur von 18-20°C und 50% Luftfeuchtigkeit.

 

 

Ein Quarkwickel kann sich positiv auf das akute Entzündungsgeschehen auswirken: Dazu Magerquark (Zimmertemperatur) mit einem Schuss Essig ca. 5 mm dick auf ein Leinentuch streichen, zusammenfalten und auf den Hals auflegen, dabei die Nackenpartie frei lassen. Mit einem zusätzlichen Schal umwickeln. Abnehmen, wenn der Quark antrocknet (nach ca. 1 Std) bzw. sofort, wenn die Haut unter dem Wickel zu kalt wird.

Mann lehnt das Angebot einer Zigarette ab
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Eine akute Kehlkopfentzündung sollten Sie richtig auskurieren, um einer möglichen Ausbreitung der Infektion z.B. auf Bronchien oder Lunge bzw. einer Chronifizierung (dauerhafte Präsenz der Erkrankung) vorzubeugen! Bei einer chronischen Kehlkopfentzündung kann u. U. eine logopädische Behandlung sinnvoll sein.

Autoren und Redaktion
Autorin: Kirsten Buschmann, Heilpraktikerin
Redaktion: Ulrich Sümper, Heilpraktiker

Beratung durch
Anita Sprenger-Witte, Heilpraktikerin
Franz-Claas-Straße 6a
33428 Harsewinkel
Tel. 05247 - 40 64 07

Diese Gesundheitsinformation wurde am 15.01.2020 erstellt und wird regelmäßig aktualisiert.