© Claudia Pfeiffer
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Konzept und Wirkung
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Die sanfte Olivenöl-Massage wurde im 19. Jahrhundert vom Engländer Joseph B. Stephenson (1874-1956) entwickelt und ist im englischen Sprachraum als Stephensons-Technik oder Creative Healing bekannt.

Stephenson basiert seine Therapieform auf 4 Grundprinzipien, die sich in jedem Organ-Schema widerspiegeln:

  1. „Restore the body to normal temperature.“ - Bringe den Körper auf gleichmäßige Temperatur.
  2. „Create a vacuum.“ - Öffne Drainagekanäle.
  3. „Breake up congestion.“- Löse Kongestionen.
    Mit leichten, kreisende Bewegungen werden Kongestionen aus den Geweben gelöst.
  4. „Reposition substance.“ – Reponiere Gewebe, Strukturen, Organe.
    Strukturen werden sanft aber nachhaltig ausrichtet.

Die manuellen Heilimpulse können verstärkt werden durch individuelle Visualisierungen.

Dr. Gowri Motha, in London praktizierende Gynäkologin und Geburtshelferin, ist es zu verdanken, dass die wirksame ganzheitliche Massage in stimmige Behandlungsschemata für die komplementäre Gynäkologie überführt wurden. Neben dem Schwerpunkt der hormonellen Balance können durch die Kombination der einzelnen Organ-Behandlungen viele auch primär nicht-gynäkologische Beschwerdebilder abgedeckt werden.

Anwendung

Die Lymphatische Grundbehandlung sowie die Behandlungssequenz des Rückens und der Schilddrüse finden im Sitzen statt, für den daran anschließenden Viszeralteil liegt die Patientin bequem auf einer Liege.

Im Anschluss an die TFM-Behandlung ist eine allgemeine Verbesserung der Symptomatik sowie der psychischen Verfassung spürbar. Auf der körperlichen Eben kann es neben der Anregung aller Ausscheidungsprozesse (Urin, Stuhl, Schweiß) am Folgetag auch zu Muskelkater kommen.

Anwendungsbeispiele (alphabetisch)
  • Antriebsschwäche
  • Blasenschwäche
  • Blutungsanomalien
  • Brustspannen
  • Depressiver Verstimmtheit
  • Dysmenorrhö
  • Endometriose
  • Gebärmuttersenkung
  • Geburtsvorbereitung
  • Hämorrhoiden
  • Hitzewallungen
  • Hormonellen Dysbalancen
  • Hydrosalpinx
  • Hypertonie
  • Inkontinenz
  • Libidoverlust
  • Menstruationsbeschwerden
  • Myomen
  • Ödemen
  • PMS
  • Schilddrüsendysfunktion
  • Schwangerenbegleitung
  • Stress
  • Unerfülltem Kinderwunsch
  • Verdauungsschwierigkeiten
  • Wechseljahrbeschwerden
  • Zyklusanomalien
  • Zystenneigung
Gegenanzeigen/Kontraindikationen, Nebenwirkungen und Risiken

TFM sollte nicht angewendet werden z. B. bei akuten Infektionen, frischen Verletzungen, Narben oder bei Verdacht auf Bandscheibenvorfall oder Tumorerkrankungen.

In der Schwangerschaft nicht bei vorzeitiger Wehentätigkeit.

Kosten
Kosten und Dauer einer TFM-Behandlung variieren, beispielsweise ca. 45 Minuten belaufen sich die Kosten auf ca. 40–60 EUR.
Sprechen Sie am besten im Vorfeld mit Ihrer Heilpraktikerin – sie informiert und berät Sie gerne.

Abrechnung
© Kurhan / Fotolia.com

Autoren, Redaktion und Beratung
Autorin: Kirsten Buschmann, Heilpraktikerin
Redaktion: Elvira Bierbach, Heilpraktikerin; Ulrich Sümper, Heilpraktiker

Beratung durch:
Claudia A. Pfeiffer, Heilpraktikerin
Arndtstr. 19
66121 Saarbrücken
www.claudiapfeiffer.com

Weiterführende Literatur

  • Blane Bradley, P.: The Stephenson Method of Natural Health Care. Creative Healing. Lp Pubn 2008 (englisch)
  • Motha, Dr. G.; Swan McLeod, K.: Gentle Birth Method. Haper VCollins Publishers, London 2004 (englisch)
  • Pfeiffer, C. A.: Therapeutische Frauen-Massage. Edition lehrWERK 2016

Informationen zu wissenschaftlichen Studien und anderen Quellen z. B. unter

  • „Auch was für Männer! Die Therapeutische Frauen-Massage hilft nicht nur bei gynäkologischen Beschwerden.“
    (Deutsche Heilpraktiker-Zeitschrift 2014; 9(03): 30-35)
  • „4 Fachleute – 4 Behandlungsstrategien: Östradiol-Progesteron-Dysbalance“
    (Deutsche Heilpraktiker-Zeitschrift 2015; 11(07): 42-43)

Diese Gesundheitsinformation wurde am 11.07.2016 erstellt und wird regelmäßig aktualisiert.